Wie für historische Dramen üblich, enthält die filmische Inszenierung fiktionale Elemente bezüglich der Namen einiger Charaktere, ihrer Beziehungen zueinander, ihrer körperlichen Erscheinung, ihrer sexuellen Vorlieben, ihres Alters und bezüglich der zeitlichen Abfolge einiger Ereignisse. In der Serie wird die Zeit verkürzt, sodass es den Anschein hat, dass Dinge zeitlich näher passierten, als sie es eigentlich taten.
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Die Prinzessin Margaret der Serie, die anders als historisch überliefert Heinrichs einzige Schwester ist, heiratet den König von Portugal, der aber nur ein paar Tage lebt, bis er von ihr im Schlaf erstickt wird. Historisch überliefert ist dagegen, dass Margaret Tudor, eine der beiden Schwestern Heinrichs, eigentlich mit König Jakob IV. von Schottland verheiratet war und Großmutter von Maria, Königin von Schottland wurde.
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Der Whitehall-Palast wird als das Zuhause von Heinrich VIII. von Anfang der Serie an gezeigt. Allerdings fiel der Palast erst nach der Absetzung von Kardinal Wolsey in Heinrichs Hände (1530). Bis dahin wurde er York Place genannt. Nonsuch Palace baute der König nicht in Trauer um seine verstorbene Frau Jane Seymour, sondern in Konkurrenz zu Franz I., der zu dieser Zeit an Schloss Chambord und Schloss Fontainebleau baute. Auch wurde der Palast, das teuerste und aufwändigste Bauprojekt Heinrichs VIII. zu seinen Lebzeiten nicht fertiggestellt.
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Kardinal Thomas Wolsey begeht in der Serie im Kerker in London Selbstmord. In Wirklichkeit aber erkrankte er auf einer Reise schwer und starb dadurch.
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In der ersten Episode berichtete ein Bote am Hof, dass der Onkel von Heinrich VIII. in Italien von einem Franzosen ermordet worden ist; der echte Heinrich VIII. hatte keinen solchen Onkel.
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Simon Fish, ein Propagandist der Reformation, starb nicht auf dem Scheiterhaufen, sondern an der Pest kurz vor seiner Hinrichtung.
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Nicht Jane Seymour, sondern Catherine Parr sorgte für die Wiedereinsetzung der Töchter Heinrichs, Maria und Elizabeth, in die Thronfolge.
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In einer der Episoden sieht man Heinrich VIII. mit Anne Boleyn beim Spaziergang im winterlichen Park. Die dort stehende Kopie der Venus von Milo wurde aber erst 1820 in Griechenland gefunden.
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Der Petersdom mit der Kuppel nach Entwürfen Michelangelo Buonarottis (erst ab 1547 Baumeister in St. Peter), die in der Serie immer wieder eingeblendet werden, waren zu Lebzeiten Heinrichs VIII. noch nicht fertiggestellt. Die barocke Fassade sowie die Kuppel wurden erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts eingeweiht (Fertigstellung der Kuppel durch Giacomo della Porta, 1602).
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Zu der Zeit von Heinrichs Tod war der Maler Hans Holbein der Jüngere († 29. November 1543 in London) bereits gestorben und konnte somit kein Porträt von dem dahinscheidenden Heinrich malen, wie in der Serie dargestellt. Außerdem war er bei dem König für seine ungenaue Zeichnung der Anna von Kleve in Ungnade gefallen und durfte nie wieder ein Mitglied der königlichen Familie porträtieren. Die Porträts in der Serie sind realen Gemälden nachempfunden, stellen die Charaktere der Serie aber realistisch dar.
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Das Wappen am Hof von Kleve entspricht nicht dem der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg, sondern stellt das Wappen Preußens im 18. Jahrhundert dar. Auch hatte Anna von Kleve nicht nur eine, sondern zwei Schwestern.
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Die Absetzung Thomas Cromwells erfolgte nicht durch Betreiben von Charles Brandon, sondern durch Thomas Howard. Letzterer trat in der Serie aber nur in der ersten Staffel auf, die sich in der Handlung um die Erhebung der Boleyn-Familie und die Absetzung Kardinal Wolseys dreht.
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In der Serie stirbt der spanische Botschafter Eustace Chapuys kurze Zeit, nachdem er sein Amt am englischen Hof aufgegeben hat. Tatsächlich starb er 1556[6], also während der Regentschaft von Maria I., in der heute in Belgien liegenden Stadt Löwen.